Die Lehre der Meridiane

"Aufgrund der zwölf Meridiane existiert das menschliche Leben, entstehen Krankheiten, können Menschen behandelt und Krankheiten geheilt werden. Die zwölf Leitbahnen sind es, mit denen die Anfänger beginnen und die Meister enden. Für Anfänger scheint es einfach, der Meister weiss, wie schwer es ist." (Spiritual Pivot, Kapitel 17)

Die Meridiane sind nach Auffassung der Chinesischen Medizin die Leitbahnen. Aufgrund des komplexen sich verwebenden Netzwerkes der Leitbahnen werden das Qi (Lebensenergie) und das Blut in jeden Teil des Körpers transportiert. Alle Organe, Sinnesorgane und Gewebe werden durch Qi und Blut, welche durch das Leitbahnennetz zirkulieren, genährt, mit Energie versorgt und gewärmt. Nehmen wir eine Pflanze als Analogie, so können die Organe als die Wurzel der Leitbahnen betrachtet werden, die Leitbahnen selbst als Stämme und die unterschiedlichen Körpergewebe und besonders die Sinnesorgane als Blüten. Es werden hauptsächlich 12 Leitbahnen unterschieden, die den Körper durchziehen und auf der Körperoberfläche stimuliert werden können. Dieses Leitbahnen–System kann durch äussere oder innere Einflüsse verändert werden, gestört oder gar blockiert sein. Aufgrund dieser Einflüsse können Stauungen oder Umgehungskreisläufe entstehen. Jeder Krankheit liegt eine Störung im Meridiansystem zugrunde. Mittels Akupunktur werden bestimmte Punkte der Leitbahn stimuliert und das Ungleichgewicht der Energiebahnen ausbalanciert.